Mein Reisemobil – Der Schrank

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Die Verkleidungen sind bezogen, der Tisch montiert und das Bett angepasst. Weiter geht der Innenausbau mit dem Schrank. Wie im Fahrzeugkonzept beschrieben möchte ich auf der linken Fahrzeugseite auf dem feststehenden Bettabschnitt einen kleinen Wandschrank montieren. In dem Schrank sollen Dinge des täglichen Lebens im Bus aufbewahrt werden. Aktuell gehe ich dabei hauptsächlich von persönlichen Dingen der Bewohner aus, die ansonsten im unweigerlich entstehenden Chaos des Busses verschütt gehen würden.

Durch die durchgehende 3er Sitzbank ist allerdings die für den Schrank zu Verfügung stehende Länge recht begrenzt, so dass das dieser nicht wirklich üppig ausfällt.

Raumaufteilung & Aufbau

Entsprechend habe ich den Raum des Schrankes mit drei Fächern aufgeteilt. Dabei werden die zwei unteren Fächer mit Klappen versehen und das obere Fach als Regalfach ausgelegt. Die zwei Fächer mit Klappen sollen für alle Kleinsachen der Bewohner genutzt werden. So hat jeder seinen eignen Bereich in dem er entsprechend Ordnung oder Unordnung halten kann. So ähnlich wie das Privatfach im Bundeswehrspind. 😉 In einem späteren Schritt möchte ich den Inhalt des Regalfachs mit Gummizügen gegen Herausfallen sichern. Mal schauen wie das wird und ob sich am Ende der Aufwand lohnt.

Die Herausforderung beim Schrank besteht also nicht in einem exklusiven und aufwändigen Layout sondern in einer handwerklichen Umsetzung die meinen Ansprüchen  genügt. 😀 Handelt es sich doch um das erste selbst gebaute Möbelstück im Bus das auch wirklich direkt im Sichtfeld der Bewohner liegt. Eine Class A Oberfläche sozusagen. 😀 Aus diesem Grund habe ich in meinem Ausbaubudget auch einen lange gewünschten Exzenterschleifer versteckt. 😉

Wie auch das Bett wird der Schrank aus 9 mm dicker Multiplexplatte gebaut und anschließend mit Lasur konserviert. Die Rückwand des Schranks besteht IKEA-like aus 3 mm MDF-Platte. Montiert wird der Schrank über 4 Inbusschrauben und Einschlagmuttern auf dem linken „Flügel“ des Betts. So kann er nach Entnahme der mittleren Bettplatte und Lösen des Kabelbaums nach innen geschoben und nach hinten aus dem Fahrzeug entnommen werden. Soweit der Plan: Los geht’s!

Anfertigen des Schranks

Der aufwändigste Teil des Schrankbaus ist das Anpassen der Seitenteile an die Innenkontur des Busses. Dazu habe ich jeweils eine Kartonschablone für beide Seitenteile angefertigt und die Kontur auf das Multiplex übertragen. Anschließend wurden alle Teile mit der Tauch- und Stichsäge recht schnell und sauber zugeschnitten.

Die fertig angepassten Schrankteile liegen zum Verleimen bereit

Zum Verleimen wurden alle Stöße gespundet. Die Nuten habe ich mit meiner Tauchsäge „gefräst“ was leider nicht ganz so deluxe wurde wie von mir erhofft. Ich brauche doch einfach irgendwann eine richtige Oberfräse. 🙂

Auf der rechten Schrankseite ist das E-Panel platziert. Dort befinden sich das Anzeigegerät für die Batteriespannungen der Fahrzeug- und Wohnraumbatterie (1. & 2. Batterie), eine Doppel-USB-Dose und eine 12V Bordspannungssteckdose. Alle Anschlüsse sind im Elektronikboard unter der Sitzbank entsprechend abgesichert, dass mit der Bus bei einem „Kurzen“ nicht gleich abbrennt. Unterhalb der Dosen wird noch das Bediengerät der Luftstandheizung montiert werden sobald diese im kommenden Sommer in das Reisemobil eingebaut werden wird.

Das vorbereitete E-Panel für die rechte Schrankseite

Nach dem Verleimen konnte der Schrank schon mal Probestehen und die Bohrungen für die Befestigung gemeinsam gebohrt werden.

Einmal Probestehen, noch ohne Rückwand

Auch die Klappen wollen angefertigt und eingepasst werden.

Die Klappen sind zugeschnitten, verschliffen und bestückt.

Eine mehrschichtige Lasur und die Verdrahtung des E-Panels und des KO-Gaswarners machen den Schrank schick für die erste Unternehmung. 🙂

Der fertige Schrank im Bus. Auf der linken Schrankseite ist der KO-Gaswarner zu sehen.

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