Mein Reisemobil – Einbau des Betts

Nachdem ich das Beziehen der Innenverkleidungen und den Tischbau abgeschlossen habe folgt nun der Einbau des Betts.

Liegefläche 1,30m x 1,90m

Wie ich bereits in meinem Artikel über das Fahrzeugkonzept beschrieben habe, ist die Liegefläche zweigeteilt. Dabei ist der hintere Teil der Liegefläche dauerhaft montiert. Wie fast der gesamte Holzausbau meines Reisemobils besteht auch das Bett aus 9mm Multiplexplatten. Für die volle Liegelänge wird die Rückenlehne der 3er Sitzbank umgelegt und anschließend mit einer Bettverlängerung überbaut. Die Bettverlängerung wird im Wohnbereich mit anschraubbaren Tischbeinen abgestützt. Da auch die Matratze zweiteilig ist kann der vordere Teil tagsüber auf den hinteren Teil gelegt werden. Durch das Abschlagen des Betts über Tag erhält man einen sehr geräumigen Wohnbereich, in dem bis zu fünf Personen an einem Tisch sitzen können. Bei wirklich schlechtem Wetter sollte man auch einfache Gerichte zubereiten können.

Durch diesen Aufbau ist unter dem hinteren Teil der Liegefläche ausreichend Stauraum für das Gepäck. Die mittige Befestigung der Sitzbank erlaubt eine Durchladelänge über den kompletten Wohnbereich. So sollten auch überlange Powderlatten hineinpassen. 😉 Meine restliche Ausrüstung werde ich in Euro-Systemkisten aus dem Baumarkt verstauen und über die Hecktüren in den Stauraum schieben. Die „Küchenkiste“ habe ich schon fertig. 🙂

Unterkonstruktion aus Alu-Systemprofilen

Die Unterkonstruktion des Betts besteht aus Alu-Systemprofilen. Diese werden mittels Winkeln verschraubt. Auch bieten die Profile die Möglichkeit an allen Seiten zusätzliche Verkleidungen anzubringen ohne Bohren zu müssen. Die Konstruktion habe ich bereits im Vorfeld auf Basis der technischen Zeichnung von VW für Auf- und Umbauten des T5 im CAD erstellt und in einem auf Alu-Systemprofile spezialisierten Onlineshop fertig zugeschnitten bestellt.

Und so sieht der Bettrahmen im Eingebauten Zustand aus.

Links unter der Bank wird das Elektrikboard montiert. Auf der rechten Seite hat man hingegen die volle Durchladelänge z.B. für Ski.

Die Konstruktion bietet die Möglichkeit mit etwas Aufwand hinter der Sitzbank einen vollwertigen Laderaum zu erhalten. Dazu müssen lediglich die Matratzenteile und die hintere Multiplex-Platte entnommen werden. Im montierten Zustand rastet die Platte in vier M8 Zylinderkopfschrauben ein.

Links Senkkopfschraube zum Befestigen der Seitlichen „Flügel“. Rechts Zylinderkopfschaube zum Fixieren der mittleren Bettplatte.

Der Unterrahmen ist auf der Bodenplatte über die Gewindebohrungen der Zugösen verschraubt. Der Oberrahmen kann durch das Systemprofil in Fahrtrichtung final ausgerichtet werden.

Auf den seitlichen „Flügeln“ des Oberrahmens werden an die Seitenwand des Busses angepasste Multiplexplatten montiert. Auf das linke „Board“ wird der Seitenschrank montiert werden.

Die Platten, die als Matratzenauflagen dienen werden zum Belüften der Matratze wie ein schweizer Käse mit der Lochsäge bearbeitet.

Löchsäge in Action!

Nun wird die fertiggestellte Liegefläche nochmals ausgemessen und passende Kaltschaumzuschnitte im Internet bestellt. Natürlich müssen auch die Bezüge der Matratzenteile entsprechend der Maße angepasst werden. Dazu werde ich mal bei meiner Mutter anklopfen… 😀

Den Abschluss bildet eine 2-lagige Versiegelung der Holzoberfläche mit einer Öko-Lasur.

Die final lasierte Liegefläche. Nun heißt es auf die Matratze warten…

Ich bin gespannt wie sich der Bettaufbau bewähren wird.

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