Mein Reisemobil – Das Fahrzeugkonzept

Seit Jahrzehnten ist der VW Bus, oder auch Bulli genannt, der Inbegriff der Freiheit für viele Outdoorbegeisterte. Auch ich wünsche mir schon seit einigen Jahren eine solche rollende „Wochenendwohnung“, die aber nicht den biederen Beigeschmack eines konservativen Wohnmobils haben soll. 😉

Vor kurzem hatte ich endlich die Gelegenheit meinem Wunsch einen bedeutenden Schritt näher zu kommen (die Ausbaupläne liegen ja mehr oder weniger schon seit einigen Jahren in der Schublade 😉 ). Inzwischen bin ich stolzer Besitzer eines VW T5 Kastenwagens mit langem Radstand, den ich eingeständig zum Camper ausbauen möchte.

vw_t5-kastenwagen

In den folgenden Monaten möchte ich Euch auf meinem Blog die Möglichkeit geben meinen Ausbau zu verfolgen. Im ersten Artikel starte ich mit der Vorstellung meines Konzeptes für das Fahrzeug.

Wunschliste

Grundlage von allem ist natürlich erst einmal zu definieren für was ich das Fahrzeug nutzen will. Daraus ergibt sich dann eine ganze Reihe von Wünschen die es zu erfüllen gilt.

Ich möchte den Bulli für verlängerte Wochenendtouren (auch im Winter) nutzen. Darüber hinaus soll er jedoch auch geräumig genug sein um im Sommer den Jahresurlaub darin verbringen zu können. Aktuell werde ich wohl hauptsächlich alleine unterwegs sein. Dennoch soll der Bus für zwei Personen Platz bieten. Man(n) weiß ja nie! 😀 Im Grunde sind meine Wünsche an das Fahrzeug also so alt wie der „Bulli“ selbst:

  • Schlafplätze für 2 Personen
  • Sitz- und Essgelegenheit für 3-4 Personen
  • 4-5 eingetragene Sitzplätze mit Gurten
  • Wintercampingfähig durch entsprechende Isolation und Luftstandheizung
  • Dimmbare Innenraumbeleuchtung mit Leseleuchten der Schlafplätze
  • Richtige Kaltschaummatratze mit 200 cm Liegelänge
  • Kompressorkühlbox
  • Ausreichend Stauraum für Outdoornibbes
  • 3 Tage autark durch 2. Batterie und Wasser in Kanistern
  • 230V durch 350 Watt Wechselrichter
  • Keine Gasinstallation
  • Keine Nasszelle oder Toilette

Das Fahrzeug soll nur zum Schlafen, Gepäcktransport und als Aufenthaltsbereich bei schlechtem Wetter oder großer Kälte dienen. Ansonsten soll sich das Leben vor der Schiebetür des Busses abspielen. Über Tag ist man natürlich beim Klettern, auf Skitour oder beim Mountainbiken. 😉

Zu Beginn meiner Planungsphase habe ich mich auf die Suche nach möglichen Serienlösungen gemacht. Schnell wurde klar, dass etwas von der Stange ala „VW California“ oder ein professioneller Ausbau finanziell unerreichbar sind. In erster Linie möchte ich das Fahrzeug ja nutzen und nicht abbezahlen. 😉

Also kommt nur ein einfacher, meinen handwerklichen Fähigkeiten entsprechender Selbstausbau in Frage. Glücklicherweise gibt es in meinem Bekanntenkreis schon den ein oder anderen selbstausgebauten Bulli, so dass ich dort erste Erfahrungen mit verschiedenen Ausbauten machen und mein eigenes Konzept mit Bullibesitzern diskutieren konnte.

Mein Fahrzeugkonzept

Grob gesagt werde ich den Reimo Bike & Surf Ausbau kopieren. D. h. Einbau einer über die hintere Sitzbank ausklappbare Bettfläche und eine Sitzgruppe, realisiert durch drehbare Vordersitze. Möchte man die Sitzgruppe über Tag vollständig nutzen muss man die Bettfläche wieder einklappen. Die Matratze wird daher zweiteilig ausgeführt werden.

Quelle: Reimo.de
Quelle: Reimo.de

Darüber hinaus werde ich das Ausbaukonzept etwas anpassen. Der Kleiderschrank wird bei mir auf die linke Fahrzeugseite wandern und als fester Holzausbau ausgeführt sein. Der Fahrersitz wird nicht drehbar sein. Stattdessen werde ich die Beifahrerdoppelbank mit einer Drehkonsole ausrüsten. Der Tisch wird voraussichtlich nicht an der linken Fahrzeugseite befestigt sein sondern durch eine Schwenkkonsole von der rechten Seite zwischen die Sitze geschwenkt werden. Hier muss ich aber nochmal die genaue Anordnung im Laufe des Ausbaus prüfen, da ich noch etwas skeptisch bin ob das überhaupt so praktikabel ist. Der bei Reimo vorgesehene Küchenblock im Bereich der Schiebetür wird vollständig entfallen. Gekocht wird außerhalb des Fahrzeugs werden. 🙂

Die Liegefläche wird ohne großen Aufwand durch Schnellverschlüsse aus dem Fahrzeug herausnehmbar sein. Dadurch kann man den Bus mit etwas Rüstaufwand auch für größere Transportaufgaben verwenden.

Da ich als Basisfahrzeug einen T5 mit langem Radstand nutze hoffe ich auf ausreichend Stauraum unter der Liegefläche, der dann über die Hecktüren (mein Fahrzeug hat keine Heckklappe) erreichbar sein wird.

Auf der linken und rechten Fahrzeugseite werden im Bereich der Schiebetür vom Fachbetrieb Seitz Ausstellfenster eingebaut. Dadurch können auch die zwei Plätze der nachgerüsteten 2er 3er Sitzbank in der 3. Sitzreihe im Fond als zugelassene Sitzplätze eingetragen werden. 🙂

Über die genaue Ausführung der Einbauten werde ich in den einzelnen Ausbauberichten genauer eingehen. Dort werde ich auch die geplante Schlafbank und 12V Installation vorstellen.

Soweit der Plan… 🙂 Aktuell befindet sich das Fahrzeug beim Fachbetrieb zum Einbau der Ausstellfenster. Sobald ich den Bus Anfang Dezember abholen kann werde ich mit der akustischen Dämmung und Wärmeisolation beginnen…

Schaut also wieder rein! 🙂

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