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Eine Pulka im Selbstbau

eingetragen in: MYOG 15

Möchte man im Winter mehr als 1-2 Tage auf Tour unterwegs sein, merkt man recht schnell, dass die Gepäckmenge rasant ansteigt. So viel mehr muss mitgenommen werden, als im Sommer um einigermaßen sicher zu stellen, dass das Abenteuer nicht im Desaster endet. Wenn man nicht unbedingt von Hütte zu Hütte ziehen möchte, kommt man also nicht drum herum für längere Touren auch eine Möglichkeit zu finden größere Gepäckmengen zu transportieren. Ein ganz probates Mittel dafür ist die so genannte Pulka, ein Schlitten der bereits von den indigenen Völkern des Nordens verwendet wurde. Natürlich hat eine heutige Pulka nichts mehr mit den damaligen Holzschlitten zu tun, die von Rentieren gezogen wurden. Der Name ist jedoch geblieben.

Kaufen oder selber machen?

Nun kann man solch eine Pulka auch von der Stange kaufen. Je nach Modell muss man dabei jedoch 600-1000 EUR anlegen. Eine bewährte Quelle für eine Kauflösung ist die Firma Fjellpulken aus Norwegen. Wenn die nicht wissen wie man Pulkas baut, dann wohl niemand. 😉

Zum Glück geht das mit der Pulka jedoch auch günstiger. Im Internet ist eine Bauanleitung einer Pulka auf Basis des Paris Expedition Sled 960 sehr verbreitet. Ich habe mich bei meinem Bau ziemlich genau an die Anleitung auf outdoorseiten.net gehalten. Abgewichen bin ich jedoch beim Zuggestänge, das mit Abstand am kompliziertesten ist selbst zu bauen. Das Zuggestänge soll zum einen ausreichend stabil und steif sein um auch mal einen Sturz zu überstehen und die Pulka gut führen zu können. Gleichzeitig muss es aber auch eine gewisse Flexibilität aufweisen um beim Ziehen der Pulka nicht jeden Stoß sofort vom Schlitten auf den Menschen zu übertragen. Nach langem Überlegen und viel googlen im Internet habe ich mich entschieden das Zuggestänge von Fjellpulken zu kaufen. Es ist alles andere als billi,g aber in meinen Augen die sicherste Lösung die mich auch nicht im Stich lassen wird.

Zuggeschirr

Das Zuggeschirr mit dem das Zuggestänge und letztendlich auch die Pulka mit dem Menschen verbunden wird habe ich bereits beim „Reifenschleifen“ ausreichend testen können. Dort findet sich auch eine Beschreibung meines Zuggeschirrs.

Eine Pulka entsteht im Selbstbau

Das Grundkonzept der Selbstbaupulka sieht vor, die Paris Expedition Sled 960 (im Nachfolgenden nur noch Paris-Sled genannt) mit einem Verdeck zu versehen und eine tourentaugliches Zuggestänge zu montieren.

Die Paris-Sled ist im Grunde nur eine Kunststoffwanne, auf deren Unterseite einige Spurrillen ausgeprägt sind. Die Maße von 150cm x 50cm versprechen viel Stauraum und stellt quasi eine Mittelgroße Pulka dar. Für europäische Unternehmungen sollte sie also dicke ausreichen.

Das Anbringen eines Verdecks ermöglicht ein schnelles und übersichtliches Verstauen der Ausrüstung. Nur das was wirklich wasserempfindlich ist wie Kleidung und der Schlafsack müssen zusätzlich in wasserdichte Packsäcke verpackt werden. Der Rest der Ausrüstung ist durch das Verdeck ausreichend durch Umwelteinflüsse geschützt. Es empfiehlt sich trotzdem zur besseren Übersichtlichkeit nicht alles einfach in die Pulka zu schmeißen. 😉

Folgendes Material habe ich für den Bau der Pulka benötigt:

  • Paris Expedition Sled 960
  • Aluleisten, 2000mm x 15mm x 1,5mm, 2x
  • Cordura, 500den, PU-beschichtet, 1,5m x 2,0m
  • Gurtband (Polyamid) 25mm, 5m
  • Blitzverschluss zum einseitigen Fädeln, 25mm, Airloc, 3x
  • D-Ring, 25mm, mit Öse, Beastee Dee, 10x
  • Elastische Kordel, 5mm, rund rot, 4m
  • Polyesterkordel, 3mm, 8-fach geflochten schwarz, 5m
  • Mini-Karabiner mit Drahtschnapper und Öse, 35mm, ohne Aufdruck orange, 4x
  • Diverse Blindnieten, 3,2mm, Aluminium
  • Diverse Schrauben M5, U-Scheiben, selbstsichernde Muttern, alles V2A

Die Paris-Sled habe ich beim Globetrotter bestellt. Dort waren damals die Versandkosten bei dem Riesenpaket sehr gering. Alle Stoffe, Karabiner, Ösen und Bänder habe ich bei Extremtextil.de bestellt. Den Shop sollte inzwischen wirklich jeder kennen. 😉 Die Aluleisten, Blindnieten, Schrauben, U-Scheiben und Muttern habe ich entweder im Baumarkt oder bei eBay zusammengesucht.

Zuerst wird der Verdeckstoff erstellt. Dazu wird die Stoffbahn 1,5m x 2m in 2 Streifen à 0,75m x 2m geschnitten und anschließend an der kurzen Seite zusammengenäht, so dass ein Streifen von 0,75m x 4m entsteht. Entlang der langen Kante wird der Stoff umgeschlagen und die 3mm Polyesterkordel eingenäht, ein so gennante Keder entsteht. Der Keder verhindert später das Herausrutschen des Stoffes unter der Aluschiene, die das Verdeck klemmt. Darüber hinaus wurden die D-Ringe und Blitzverschlüsse mit dem 25mm breiten Gurtband vernäht:

  • 3x 1m Gurtband mit Steckseite des Blitzverschlusses
  • 3x 20cm Gurtband mit Buchsenseite des Blitzverschlusses
  • 10x 12cm Gurtband mit D-Ringen
Auswahl der vernähten D-Ringe und Blitzverschlüsse

Anschließend werden die Aluschienen angepasst. Diese werden auf der Innenseite der Pulka befestigt und halten den Stoff über den gesamten Umfang. Da die Paris-Sled Wanne quasi nirgends gerade ist, ist das Anpassen ein bisschen kniffelig. Besonders im Bereich der Ecken. Mein Tipp: Lieber zwei- oder dreimal sägen und sich langsam an die ideale Länge und Form annähern. Die 4m Aluschienen sind dicke ausreichend um von Anfang an 5cm Verschnitt zu ermöglichen.

Sind die Aluschienen angepasst werden diese mit einem gleichmäßigen Lochabstand gebohrt. Anschließend habe ich den Lochabstand von den Aluschienen Loch für Loch auf die Wanne übertragen. Da man aufgrund der Form die Aluschiene nicht wirklich an der Wanne fixieren kann, habe ich mit dem ersten Loch in der Mitte der Aluschiene frei Hand begonnen und dann dort mit einer M3er Schraube die Schiene behelfsmäßig fixiert. Anschließend kam das nächste Loch dran und dann das Nächste und das Nächste… Immer abwechselnd rechts/links von der Mitte ausgehend. So reduziert man die unweigerlich auftretenden Ungenauigkeiten beim Anzeichnen und Bohren.

Nachdem alle Aluschienen angepasst und gebohrt waren habe ich die Bohrungen festgelegt bei denen die Gurtbänder und Ringe für die Gummikordel befestigt werden. An diesen Stellen habe ich die 3,2mm Bohrungen dann auf 5,2mm aufgebohrt. Die Gurtbänder werden an dieser Stelle mit den M5er Schrauben befestigt.

Nun ist alles bereit für die Montage des Verdecks. Ich habe an der Vorderseite in der Mitte der Wanne begonnen, da ich mich hier sehr gut an der Naht des Verdeckstoffs orientieren kann um den Stoff mittig auszurichten. Mit einem Campingkocher, einem Nagel und einer Zange habe ich Loch für Loch in den Verdeckstoff geschmolzen. Dabei habe ich immer sofort eine Blindniete gesetzt um den Stoff möglichst gut zu fixieren und zu führen. Das hat sehr gut funktioniert und über den gesamten Wannenumfang hat der Stoff nicht eine Falte geworfen.

Nachdem ich das Verdeck an der Vorderseite und die beiden Seiten der Wanne befestigt sind wird der Stoff in seiner Länge final zugeschnitten, so dass die beiden Stoffenden an dem Ende der Wanne etwas überlappen. So bildet sich ein sehr dichter „Schlauch“ um die Wanne aber man kommt trotzdem sehr gut an das Innere.

Nun kommen die Schrauben für die Gurtbänder an die Reihe. Wie auch die Löcher für die Blindnieten habe ich diese mit einem Nagel in den Verdeckstoff geschmolzen, nur eben ein bisschen größer. Wieder diente als Führung für den Nagel die Aluleiste auf der Innenseite. Mit einem kleinen Holzkeil habe ich dann zwischen Aluschiene und Wanne etwas Distanz geschaffen und die vorbereiteten Gurtbänder eingefädelt und verschraubt. Die Gurtbänder waren wie oben abgebildet auch mit entsprechenden Löchern versehen. Anders als noch auf den Bildern dargestellt, habe ich zum Herstellen der Löcher jedoch ein Locheisen verwendet. Der Aufbau ist dann von innen nach außen wie folgt: Aluschiene – Verdeckstoff – Gurtbänder – Wanne. Ein Bild dazu findet Ihr hier.

Nun bleibt nur noch das Einfädeln der Gummikordel durch die D-Ringe und das Anbringen der Halterung für das Zuggestänge. Auch hier habe ich auf Bewährtes von Fjellpulken zurück gegriffen. Beim Bohren der Löcher für die Halterungen sollte man sehr sorgfältig vorgehen. Wenn Die Halterungen schief an der Pulka befestigt werden, wird sich dies später unweigerlich auf die Spurttreue der gesamten Pulka auswirken. Eine Anpassung wird auch nicht mehr so ohne weiteres möglich sein. Also lieber einmal mehr anzeichnen, gucken, probieren und erst ganz am Ende bohren. 😉

Auf der Unterseite der Wanne habe ich zur besseren Krafteinleitung in die Kunststoffwanne mit einem 0,8mm Titanblech, statt der beiliegenden Unterlegscheiben gearbeitet. Ob das wirklich notwendig ist weiß ich nicht. Ich denke 1mm Aluminiumblech oder 0,8mm Edelstahlblech würden es auch tun.

Hier nun noch der gesamte Pulkaaufbau in der Werkstatt.

Inzwischen habe ich auch die erste Testtour im Kleinwalsertal hinter mich gebracht. Die Pulka habe ich dabei mit ca. 28kg Ballast beladen. Eine ähnliche Masse erwarte ich auf für meine geplante Wintertour auf der Hardangervidda. Die Pulka läuft dabei sehr spurstabil hinter mir her. Ich habe aus gutem Grund auf die oft im Internet beschriebenen zusätzlichen Aluschienen auf der Pulkaseite verzichtet. Ich glaube, dass diese durch Stollen (Anfrieren von Schnee) mehr Nachteile als Vorteile bringen. Mein Versuch gab mir nun Recht, dass die original „Kufen“ der Paris-Sled ausreichend sind. Also bitte nicht overengineeren… 😀

Nachtrag: Erfahrungen auf meiner Hardangervidda-Überquerung 2019

Insgesamt 7 Tage war ich mit meiner selbst gebauten Pulka auf der Hardangervidda unterwegs und habe sie dabei von Süd nach Nord überquert. Dabei hat sich die Pulka voll bewährt. Unterwegs habe ich jedoch auch mehrere Norweger getroffen die alle ohne festes Zuggestänge unterwegs waren. Sie haben stattdessen auf Reepschnur gesetzt. Die Länge entsprach etwa der des Gestänges. In die Mitte der Reepschnur hatten alle ein Stück Expandergummi eingeknotet um die Stöße durch die Pulka beim Laufen zu reduzieren.

In die Reepschnur eingeknotetes Expandergummi mit Zugentlastung (Handfläche zum Größenvergleich)
In die Reepschnur eingeknotetes Expandergummi mit Zugentlastung (Handfläche zum Größenvergleich)

Bei den kurzen etwas steileren Abfahrten hatten die Norweger zwar so ihre Probleme, aber das war echt zu vernachlässigen auf die Gesamtdauer der Tour. Unschlagbarer Vorteil ist jedoch, dass man sich sehr frei um die Pulka bewegen kann. Bei den stündlichen kurzen Pausen dreht man sich einfach zur Pulka um und hat direkt eine bequeme „Bank“ auf die man sich setzen kann. Für meine nächste Tour muss ich ernsthaft überlegen auch auf Reepschnur anstatt des Gestänges zu setzen.

Für all die, die aktuell überlegen eine Pulka zu bauen würde ich raten es alleine schon aus Kostengründen auf der ersten Tour mit Reepschnur anstatt Zuggestänge zu probieren.

Was haltet Ihr von meinem Pulka-Selbstbau? Habt Ihr auch schon einmal über eine Wintertour nachgedacht? Ich würde mich freuen von Euren Gedanken und Erfahrungen dazu zu lesen.

15 Responses

  1. […] einem super Frühstück in der Haukeliseter Fjellstue schnalle ich gegen 9 Uhr die Pulka an mein Zuggeschirr und mache die ersten Schritte in Richtung Hochplateau. Der Wind pfeift recht […]

  2. Malte
    |

    Moin Nico,

    ich lasse dir auch eben mal meinen Kommentar zu deinem Artikel hier. In meinem Zugsystem mit Gestänge hatte ich ursprünglich eine kleine Gummischlaufe aus 8 mm elastischer Kordel vorgesehen. Die war mir aber zu weich und inzwischen habe ich 6 mm doppelt gelegt als Ruckdämpfer eingehängt. Sonst geht mir viel zu viel Energie verloren und ich „spüre“ die Pulka nicht mehr so, dass ich weiß, was sie dahinten treibt.
    Und ich find es auch immer wieder erstaunlich, dass sich alle für das feste Verdeck entscheiden. Ich schmeiße meine Tasche abends in die Apsis oder direkt ins Zelt und packe da in Ruhe. Die Pulka bleibt dann draußen. Aber so hat jeder seinen Stil.

    Viele Grüße
    Malte von Winterfjell.de

    • nico
      |

      Hallo Malte!
      Also in dem Fjellpulken-Gestänge sind Federn bereits integriert und ich bin mit dem „Zuggefühl“ sehr zu frieden. 🙂

      Zum Verdeck: Ja, ich denke das könnte man auch weg lassen. Allerdings mag ich den Luxus, dass man abends eine mehr oder weniger schneefreie Pulka auf macht. Wobei ich an einem Tag auch schon einmal erlebt habe, dass der Wind durch jede Ritze den Schnee in die Pulka gepresst hat.
      Die Kleidung habe ich übrigens immer noch in einem extra Packsack. Gleiches gilt für Handschuhe und Elektronik. Ansonsten habe ich viel mit einfachen Plastiktüten organisiert, z.B. die Küche. Wenn die Pulka neben dem Zelt steht habe ich so auch mit wenigen Handgriffen alles was ich brauche in die Apsis gefeuert.

      Ich tüftel übrigens gerade an einem ArcticBed im Selbstbau. Diese Teile erscheinen mir genial. Allerdings möchte ich den Aufbau etwas anpassen und die Dimensionen + Material so wählen, dass ich ihn auch gleichzeitig im Notfall als Biwaksack nutzen kann. Da ja nun erst einmal der Sommer ansteht habe ich dazu aber noch einige Wochen Zeit. Sobald ich am ArcticBed weiter bin werde ich natürlich dazu auch einen Bericht schreiben. 😉
      Grüße und viel Spaß bei Deinen zukünftigen Touren!

      nico

  3. Rebecca Bauer
    |

    Hallo,

    super Anleitung! Wie schwer war die Pulka denn am Ende? Und wie schwer wäre sie denkst du mit Rebschnüren gewesen? Und wie lange braucht das Projekt etwa insgesamt?

    Liebe Grüße
    Rebecca

    • nico
      |

      Hallo Rebecca,
      interessante Frage! Ich habe die Pulka bisher immer nur beladen gewogen um sicher zu gehen unter den 32kg, die die Lufthansa maximal zulässt, zu bleiben. 😉
      Also habe ich sie mal leer an eine einfache Federwaage gehängt. Die Pulka wiegt ohne Zuggeschirr 3,5kg. Das Zuggeschirr wiegt 2kg. Leider finde ich keine Herstellerangabe zum Gewicht der reinen Pulkawanne. Auf einem Blog habe ich etwas von 2,1kg gelesen.

      Wenn du statt Zugeschirr Reepschnüren nutzt denke ich kannst Du bis 1,5kg beim Zuggeschirr einsparen.

      Wie lange der Bau der Pulka dauert hängt davon ab wie viel Mühe man sich dabei gibt und wie handwerklich geschickt man ist. Ich bin da immer etwas verspielt und neige dazu alles komplizierter zu machen als es ist. Dann ist das Ergebnis aber eben auch genau nach meinen Vorstellungen. Ich denke so 2-3 Nachmittage wird man schon rechnen müssen um das Verdeck zu realisieren. Wenn man das Verdeck nicht braucht ist das ganze auch in 2h zusammengezimmert.
      Grüße!

      nico

      • Malte
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        Moin Rebecca, moin Nico,
        falls sich die Frage noch stellt: Ich habe bei einer jungfräulichen Paris Pulka 2154 g gemessen.
        Und Nico, bist du mit deinem Arctic-Bed-Bivi-Hybrid schon weiter? Das klingt interessant.
        Viele Grüße
        Malte

        • nico
          |

          Hey Malte,
          ja, etwas weiter bin ich damit gekommen. Nachdem ich jedoch die Materialkosten und den Aufwand überschlagen habe, habe ich doch zu einer Kauflösung von Piteraq gegriffen. Das sind die blauen Säcke, die man auch auf der Vidda bei den Norwegern immer sieht. Ich habe die XL Version (200cm x 67cm x 15cm) in einem schwedischen Onlineshop bestellt. Allerdings möchte ich für die nächste Tour noch Packriemen ergänzen, mit denen ich das Bed zusammenrollen kann, um es etwas platzsparender auf der Pulka zu verstauen. Dazu muss ich aber erst einmal probebeladen. Ich habe auch noch ein neues Zelt (siehe die Berichte von der Radreise auf Island). Bei dem Zelt ist auch ein extra Pulkasack dabei gewesen, der recht lang ist und in den man das Zelt mit eingeschobenem Zeltgestänge verpacken kann. Irgendwie muss ich das alles auf die 1,50m lange Paris Pulka drauf bekommen ohne, dass der Schwerpunkt zu hoch gerät.

          Ich habe es auf jeden Fall nicht vergessen. Sobald ich mit dem Setup neue Erfahrungen sammeln konnte werde ich hier davon bericht. Man lernt ja nie aus. 😉
          Grüße aus der Pfalz!

          nico

  4. Streuli Rolf
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    Wow! liest sich alles sehr interessant! Bin ein Neuling und mache mal einen Schritt nach dem anderen. Danke allen hier für die tollen und ideenreichen Tipps. Wünsche euch eine schöne Wintersaison.

    • nico
      |

      Hallo Rolf!
      Vielen Dank für Dein Lob! Das liest man gerne.
      Hoffentlich können wir bald wieder alle auf Tour gehen… 🙂
      Grüß aus der Pfalz!

      nico

  5. Anne
    |

    Hallo,
    vielen Dank, sehr interessant. Mich würde noch interessieren, wie die Norweger die Rebschnur an sich zum ziehen befestigt haben!

    • nico
      |

      Hallo Anne!
      Die Pulka wird, egal ob mit Zuggestänge oder mit Reepschnur gezogen, an einem Zuggeschirr befestigt. Das ist vergleichbar mit einem Hüftgurt vom Rucksack mit Hosenträger. Was ich als Zuggeschirr verwende findest Du hier:
      https://www.auf-tour.info/reifenschleifen-vorbereitung-wintertour/

      Es gibt jedoch auch fertige Kauflösungen, beispielsweise von der Firma Fjellpulken aus Norwegen.
      Wenn Du noch Fragen hast, einfach melden!
      Grüße!
      nico

  6. Reto von Allmen
    |

    Ich schnall mir als Arctic-Bed-Bivi-Hybrid einfach mein Terra Nova Titan Bivy (das alte, komplett Gore, um die 700gr.), oder den Carinthia Observer (schon etwas schwerer um die 1.7kg, dafür auch angenehmer um mal eine Nacht da drin zu verbringen) obendrauf (beides Goretex)…

    • nico
      |

      Hallo Reto!
      Vorhandenes Equipment zu nutzen ist natürlich immer die beste Idee. Ich habe auch einen Biwaksack für Skitouren und zum Bergsteigen. Allerdings nur so ein Notteil, vergleichbar mit einer Rettungsdecke. Das Teil ist auch wirklich nur für den Notfall gedacht.
      Kannst Du im Biwaksack den Schlafsack schön „aufgeplustert“ lagern? Ich glaube das ist auch eine der wichtigen Eigenschaften des Arctic Bed, dass der Schlafsack sofort einsatzbereit ist.
      Grüße und viel Spass bei Deinen Wintertouren!

      nico

      • Ich benutze diese Biwaksäcke ansonsten für meine Sommertouren (teilweise als Zeltersatz), diese sind ja so konzipiert dass mit dem ganzen Gerödel (Matte ist zwar meistens nicht so gedacht funktioniert aber trotzdem) drin auch noch jemand drin schlafen kann, sind dementsprechend „unbemannt“ recht Luftig. Vom Material her (Gore tex) geht es eigentlich auch nicht viel besser, absolut Winddicht, atmungsaktiv und trotzdem Wasserdicht. Zugegeben das Carinthia ist etwas schwer, bietet aber mit dem einführbaren Bogengestänge auch gute Kopffreiheit und mit dem zusätzlichen Ein/Ausgang in der Front auch besseren Schutz bei schlechterem Wetter. So lässt sich der Bivy Bag einfach abschnallen und ist sofort einsatzbereit mit Loft.

  7. Dennis
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    Tolle Anleitung!

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