Hardangervidda – Tag 5: Heute geht’s bis nach Viersdalen

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Nach der langen Etappe gestern haben wir heute Nacht super geschlafen. Nach einem Frühstück der Champions starten wir unsere heutige Etappe in Hedlo. In unserem Reiseführer wird als Ziel Torehytten genannt. Wir haben uns aber schon gestern Abend entschlossen die heutige Etappe aus Rücksicht auf die anstrengenden vergangenen Tage zu verkürzen. So planen wir bis Viersdalen zu gehen und uns dort einen Zeltplatz zu suchen.

Hardangervidda_2013_Tag_5_07Zunächst folgen wir für eine Stunde dem Fluss Veig. Der Weg führt über flache Felsplatten und so kommen wir schnell voran. So macht das Wandern Spass! 🙂 An der Siedlung Rjoto zweigen wir vom Fluss ab und überqueren eine Anhöhe. Am höchsten Punkt angekommen machen wir eine kleine Pause und stärken uns mit „Pausebrote“ und Studentenfutter für den weiteren Weg während wir die Sonne und eine leichte Brise genießen.

Anschließend geht es leicht abfallend hinab zur Hütte Hadlaskard. Zunächst verläuft der Weg wieder über große Felsplatten um dann auf den letzten zwei Kilometern vor der Hütte wieder durch viele große rundgeschliffene Stein anspruchsvoller zu werden.

Hardangervidda_2013_Tag_5_12An der Hütte von Hadlaskard bekommen wir von einer Wanderin den Hinweis, dass gerade Brötchen gebacken wurden die nun in der Hütte verkauft werden. Wir kaufen zwei noch warme Brötchen und ein Päckchen Butter. Im Schatten der Hütte verputzen wir die frischen Brötchen. Welch ein Hochgenuss nach 4 Tagen Tütenessen! 🙂

Nach der Hütte überqueren wir den Fluss über eine große Hängebrücke. Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel Viersdalen. Kurz nachdem wir den Fluss überquert haben beginnt der Aufstieg nach Viersdalen. Inzwischen können wir das Wahrzeichen der Hardangervidda, den markanten Berg Hardangervidda_2013_Tag_5_11Hårteigen, in der Ferne erkennen. Nach etwa 90 Minuten erreichen wir Viersdalen, das lediglich aus 2-3 kleinen Hütten besteht.

Dort treffen wir auf einen Norweger in seiner Hütte den wir um Erlaubnis fragen in der Nähe campieren zu dürfen, was wir sofort gestattet bekommen. Nachdem ein geeigneter Zeltplatz am Fluss ausgemacht ist wird das Camp routiniert errichtet. Kurz darauf sitzt auch schon der Norweger in kompletter Wikingermontur (!) bei uns am Zelt und plappert ohne Punkt und Komma los. 😀

Hardangervidda_2013_Tag_5_18Er berichtet, dass sein Uropa vor neun Generationen aus Deutschland über Dänemark auf die Lofoten kam. Dort wurde auch der „Wikinger“ geboren, der nun auf einer Farm am Rande der Vidda „Mädchen für alles“ ist. Ein richtiger Lebenskünstler eben. Darüber hinaus schwärmt er uns von einer Österreicherin vor, die er gestern kennen gelernt hat. 😉

Zum Abendessen verabschiedet er sich, er möchte heute Abend noch Fischen gehen. Auch wir verputzen unser Abendessen. Anschließend genießen wir noch ein wenig die Sonne bis uns die Mücken gegen 20 Uhr ins Zelt vertreiben.

Tourdaten:
Länge: 15,0 km
Höhendifferenz: 480 hm | Höhenprofil
Gehzeit: 4:15 h

Hier geht’s zum Bericht von Tag 6: Über den Hårteigen bis nach Litlos

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