Wallis 2017: C wie Zermatt

Dritte und auch letzte Station meiner Wallistour war der weltbekannte Touriort Zermatt. Eigentlich gab es vier Gründe Zermatt anzusteuern. Erstens war ich noch nie dort und irgendwie habe ich das Gefühl nur mitreden zu können wenn ich diese Kerbe ausgewetzt habe. Zweitens liegt es am Ostende des Wallis, so dass ich dann einen Überblick über das gesamte Wallis gewinnen konnte. Drittens, ich muss das Matterhorn sehen. Viertens, DAS MATTERHORN!!

Hinauf zur Hörnlihütte soll es gehen!

Das Ziel für meine Bergtour ab Zermatt war schnell gefunden. Auf die Hörnlihütte zu einem Kaffee sollte es gehen. Damit war auch für die dritte Tour ein Ziel über 3000m gefunden. Perfekt! So ging es von Täsch mit dem Zug für teuer Fränkli in das autofreie Zermatt und anschließend mit der Bergbahn für noch teurere Fränkli bis nach Furi. Von dort bin ich über den Schwarzsee und das Hirli in Richtung Hörnligrat aufgestiegen.

Auf dem Weg zum Schwarzsee – Im Tal ist Zermatt zu sehen.

Am Hirli angekommen konnte ich das Matterhorn, fast schon zum Greifen nah, vollständig bewundern. Das ist wirklich ein imposanter Zahn!

Das Matterhorn in seiner ganzen Pracht vom Hirli aus gesehen.

Eigentlich habe ich auf dieser Tour mit viel Publikumsverkehr gerechnet. Die Hörnlihütte ist alles andere als unbekannt, nicht zuletzt da sie der Ausgangspunkt für die Normalroute auf das Matterhorn über den Hörnligrat ist. Weiterhin ist sie recht einfach zu erreichen, da neben einem Mindestmaß an Trittfestigkeit keine sonderlich hohen Ansprüche auf dem Zustieg gestellt werden. Während meines Aufstiegs war ich jedoch die ganze Zeit nahezu alleine. Erst auf dem Grat, oberhalb des Hirli angekommen, begegneten mir vereinzelt Wanderer.

Auf dem Hörnligrat: Durch diese hohle Gasse muss er kommen!

Allesamt berichteten, dass sie wegen dem Eis auf den letzten 250hm des Zustiegs zur Hütte umgedreht sind. Naja schauen wir uns das mal persönlich an. Es wird ja eigentlich nie so heiß gegessen wie es gekocht wird. 😀

Nanu? So wenig Betrieb habe ich nicht erwartet!

Kurz darauf wurde mir klar warum so wenig Betrieb war. Ein Schild zeigte an, dass die Hütte bereits geschlossen ist. Na toll… zum Glück habe ich meine Vesper im Rucksack, nur der Kaffee muss also bis ins Tal warten… 🙂

Mit zunehmendem Aufstieg nimmt der Schnee zu.

Mit zunehmender Höhe wurde auch der Schnee mehr. Man merkt einfach, dass man sich nicht mehr im Mittelgebirge des Pfälzerwaldes bewegt. 😀

Da ich aktuell viel solo unterwegs bin habe ich mir einen kleinen Tourkameraden zugelegt: Björn aus der kleinen Stadt Billund.

Der Schnee wurde zunehmend kompakter und auch rutschiger. Daher habe ich dann auf den letzten 250hm die Steigeisen angelegt. Dadurch war der weitere Aufstieg absolut problemlos.

Der Blick vom Hörnligrat in Richtung Breithorn.

Nach nicht ganz 3h war es dann endlich vollbracht. Ich erreichte die bereits winterfest gemachte Terrasse der Hörnlihütte.

Ziel erreicht! Die Hörnlihütte auf 3260m.

Über das Bergörtchen Zmutt geht es wieder Retour nach Zermatt

Nach einer ausgiebigen Rast machte ich mich auf den Abstieg durch das Tal des Zmuttgletscher. An der Stafelalp bin ich dann letztendlich auch zu meinem Kaffee gelangt. 😉

Wenig später, nachdem ich noch das extrem schnuckelige Dorf Zmutt durchquert habe, bin ich wieder am Bahnhof von Zermatt aufgeschlagen. Dort wurde ich dann erst einmal von dem ganzen Touritrubel erschlagen…

Und meine Fazit von Zermatt? Die Berge sind extrem schön, der Helilärm durchgehend und die Tourimassen unerträglich. Und übrigens, ich habe nicht ein Lastenfahrrad gesehen? Das örtliche Verkehrskonzept müsste doch förmlich danach schreien! 😀

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