Iceland – Tag 4: Auf geht’s nach Emstrur

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Emstrur_04Der 4. Tag auf dem Laugavegur führte uns bei strahlendem Sonnenschein hinaus aus der saftig grünen Landschaft, hinein in eine schwarze, wüstenähnliche Umgebung in Richtung Emstrur.

Wir starteten auf einem schmalen und angenehm welligen Weg über tolle Wiesen. So war dieser Abschnitt der Strecke schnell bewältigt. Kurz nach dem Start gelangen wir zum ersten Fluss, den es zu durchqueren galt.

Emstrur_07Auch an diesem Tag war das Wasser eiskalt und wir schlüpften erfrischt zurück in unsere Wanderschuhe. Nach kurzer Zeit und einem kleineren Anstieg änderte sich der Untergrund und wir kamen in eine sandige Gegend, die nur durch Steine und ein paar seltsam anmutende Blumen geziert war.

Nachdem wir die Hütte Hvanngil hinter uns gelassen hatten stießen wir erneut auf einen Fluss. Nach dessen Durchquerung bekamen wir lange Zeit nichts anderes zu sehen als eine topfebene schwarze Wüste.

Nach etwa der Hälfte der heutigen Tagesstrecke wurde eine Rast eingeplant. Als Ort schien uns ein ausgetrocknetes Flussbett ideal. Schnell war ein passender Felsen gefunden der uns Schatten spendete. Die „Akkus“ wurden dort mit Dosenbrot und guter Pfälzer Fleischwurst aufgeladen.

Emstrur_03Die öde Umgebung drückte jedoch langsam auf die Stimmung und wir freuten uns bereits auf unsere Ankunft in Emstrur. Wir durchquerten noch einige kleinere Flüsschen, in dem wir von Stein zu Stein sprangen, und hofften dann auf unser Etappenziel. Immer wieder schob sich jedoch ein kleiner Hügel zwischen uns und das Ziel, so dass die letzten Meter sich schier endlos zogen.

Belohnt wurden wir durch unser oasenähnliches Camp. Endlich auf dem letzten Hügel angekommen schauten wir hinab und in Emstrur_09einem kleinen Tal entdeckten wir mehrere terassenförmig angelegte Zeltplätze. Ein wild bewachsener Wasserlauf lief direkt an den Zeltplätzen vorbei und machte die Erholung perfekt. Der Zeltplatz war sehr klein, weshalb heute Zelt an Zelt übernachtet werden musste. Auch diese Unterkunft war mit Duschen und Toiletten ausgestattet, so dass wir ein kleines bißchen Luxus genießen konnten.

Der Wind sollte heute unser größter Feind beim Anzünden des Gaskochers sein. Er treibt uns den Sand in das Vorzelt und wir mussten zusehen wie unsere Ausrüstung zunehmend versandete.

Emstrur_12Nach einer kurzen Mittagspause unternahmen wir einen Tagesausflug zu dem naheglegenen, mehr als 100 Meter tiefen Flusscanyon des Markarfljót von dem wir in unserem Reiseführer gelesen hatten. Eindrucksvoll konnten wir in die Tiefe der Erdspalte schauen.

Nach dieser Etappe wurde uns klar, dass ein guter Sonnenschutz hier doch ein wichtiger Begleiter werden könnte. Wir waren gespannt auf die kommenden Etappen und gingen auch an diesem Tag früh schlafen.

Tour-Daten:
17,1 km / 228 HM

Hier geht’s zum Bericht von der 4. Etappe: Emstrur – Básar

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