Iceland – Tag 2: Auf dem Weg nach Hrafntinnusker

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Hrafntinnusker_01Tag 2 auf dem Laugavegur, endlich geht es los. Nachdem wir am Vortag schon gegen 21:00 Uhr wie erschlagen im Zelt lagen konnte uns ab 7 Uhr nichts mehr halten. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem Kaffee vom Gaskocher wurde das Zelt abgebaut und der Rucksack gepackt. Gegen 9:20 Uhr waren wir abmarschbereit und haben uns bei den Warden von Landmannalaugar in die Liste für den Laugavegur eingetragen. Mit dieser Liste wird sicher gestellt das niemand auf den einzelnen Etappen verloren geht.

Hrafntinnusker_02Zunächst wurde der Laugahraun erklommen und überquert. Anschließend ging es am Westrand des hraun vorbei an den Solfataren von Brennisteinsalda bis zum Austrittspunkt der Lava des Laugahraun. Hier begann sich Island von seiner typischen Seite zu zeigen. Ein plötzlicher Wetterwechsel von zunächst stabilen Verhältnissen zu Regen in Verbindung mit starkem Wind. Im weiteren Verlauf ging es stetig bergauf bis nach Stórihver wo wir auf eine weitere heiße Quelle stießen.

Hrafntinnusker_03Anschließend trafen wir auf die ersten Altschneefelder die es zu überqueren galt. Danach ging es 2-3 km wellig über eine schwarze Lavalandschaft (hier wird einem klar warum die NASA ihre Apollo-Astronauten auch auf Island trainiert hat). Nach einem weiteren großen Schneefeld lag plötzlich und unvermittelt die Hütte von Hrafntinnusker vor uns.

Die Campingmöglichkeiten sind sehr einfach. Zwei Waschbecken mit eiskaltem Wasser und ein einfaches Plumpsklo müssen als Ausstattung genügen. Die einzelnen Zeltplätze sind mit Steinwällen gegen den teils scharfen Wind geschützt. Der Zeltboden ist Lavagestein und hier zeigt sich wer gute Heringe dabei hat.

Da wir recht früh am Zeltplatz eingetroffen waren konnten wir uns einen schönen Platz ergattern. Sofort wurde das Zelt aufgebaut und eingerichtet. Anschließend gab es Kaffee und Tee um das nasskalte Wetter der letzten Stunden zu vergessen.

Hrafntinnusker_04Währenddessen hatte sich das isländische Wetter auch ein bisschen beruhigt und wir sind zu einem Tagesausflug aufgebrochen um die Umgebung zu erkunden. Dabei bestiegen wir den Tafelberg im Westen der Hütte. Dort fanden wir riesige Mengen an Obsidian. Ziel war eigentlich eine Eishöhle die vor einigen Jahren eingestürzt ist. Leider konnten wir die Überreste nicht finden. Allerdings wurden wir mit einer tollen Aussicht auf den Gletscher Torfajökull im Süd-Osten, über grüne Täler im Süden und zischende Solfatare belohnt.

Zurück am Zelt wurde das Abendessen zelebriert und nach einer Katzenwäsche (leider gibt es an/in der Hütte keine Dusche) sind wir im Zelt verschwunden.

Tour-Daten:
Länge: 11 km / 600 HM

Hier geht’s zum Bericht von der 2. Etappe: Hrafntinnusker – Álftavatn

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