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Char Cloth Zunder herstellen

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Laut Wikipedia war die Kunstfertigkeit Feuer zu entfachen Grundlage der Menschwerdung. Nur wie entzündet man ein Feuer ohne Feuerzeug…? Eine Möglichkeit ist die Verwendung von Feuerstein und Zunder. Als Zunder kann man beispielsweise so genannten Char Cloth verwenden. Dabei handelt es sich um verkohlten Baumwollstoff, der sehr leicht entzündlich ist. Und das Beste ist, dass man Char Cloth sehr einfach selbst herstellen kann.

Herstellung von Char Cloth

Zur Herstellung benötigt man folgende Gegenstände:

  • Luftdichte Metalldose, z. B. Gutzeldose
  • Reinen Baumwollstoff
  • Campingkocher

Zuerst wird in den Deckel der Metalldose mit einem Nagel ein kleines Loch geschlagen. Nun schneidet man den Baumwollstoff in etwa 5×5 cm große Stücke und legt diese locker in die Dose.

Die verschlossene Dose wird anschließend auf dem Campingkocher erhitzt. Kurz nach dem Aufstellen der Dose tritt aus dem Loch im Dosendecke weißer brennbarer Rauch aus. Dies ist ein Zeichen für die in der Dose ablaufende Pyrolyse. Sobald die Dose aufhört zu rauchen wird der Campingkocher gelöscht und die Dose verschlossen abkühlen gelassen.

Achtung, nicht die Dose im heißen Zustand öffnen! Kommt Sauerstoff an den noch heißen Char Cloth entzündet sich dieser selbst.

Nachdem die Dose abgekühlt ist findet man im Inneren den schwarzen leicht brennbaren Char Cloth. Am besten bewahrt man den Zunder in einer kleinen wasserdichten Zunderdose auf. Mit einem Feuerstein kann man nun den Char Cloth sehr einfach zum Glimmen bringen und damit in einem Zundernest eine erste Flamme erzeugen.

5 Responses

  1. Peter Tempel
    | Antworten

    Ich verwende als Zunder handelsübliche Kosmetik-Wattepads aus dem Drogeriemarkt die ich in geschmolzenes Wachs von Kerzenstummeln o.ä. getaucht habe. Der riesige Vorteil den man meiner Meinung davon hat ist : Der Zunder ist wasserfest , portionierbar und brennt nach 1 – 2 maligen funkenschlagen mit dem Feuerstahl.Man braucht dazu nur das Wachspad etwas biegen/brechen und die Wattefasern freilegen. Ein solches Pad brennt gut 4 – 5 Minuten, also geung Zeit ein Feuer in Gang zu bringen.
    Die oben beschriebene Methode sollte man aber auf jeden Fall auch kennen , da so auf einfache Weise “ on Tour “ an Zunder kommen kann ( wenn nicht Birkenrinde zur Hand ist )

    • nico
      | Antworten

      Guter Tipp! Werde ich selbst mal ausprobieren…
      Grüße!

      nico

  2. Peter Tempel
    | Antworten

    Gehört zwar nicht ganz hierher : Habe heute mein Feuerschlageisen bekommen ( für 15€ bei Ebay bekommen).
    Gleich mit Char Cloth und einem Brocken Granit vom Bahndamm getestet. Funktioniert 1a .Die Char Cloth fing gleich beim dritten Schlag zu glimmen an , ganz ohne Kraftaufwand. Flamme anblasen in Zundernest aus trockenem Gras kein Problem. Eine tolle Alternative zum Mischmetallstab und wesentlich weniger anstrengend als Feuerdrillen.
    Kann jetzt auf drei verschiedene Arten ein Feuer in Gang bringen. als nächstes wird Feuerrollen ( Watte mit Asche ) und der Umgang mit der Feuerpumpe ( bau ich selber; kaufen kann jeder – aber das macht nur halb so viel Spaß ) geübt.
    Deine Seite ,lieber Nico hat mich so richtig auf Bushcraft / Survival / Touren „heiß“ gemacht

  3. Peter Tempel
    | Antworten

    Hab heute die Feuerpumpe fertig bekommen und gleich getestet.
    Mein Fazit :
    Ja, das Teil funktioniert aber ich hab mir mehr davon versprochen. Die Bedienung empfinde ich als zu „fummelig“ und die Glut bekomme ich auch nicht immer sofort. Vielleicht liegt es ja an meiner Char Cloth oder der Fehler liegt hinter der Pumpe ( ich) . Na , ich werde noch weiter üben – mal sehen was daraus wird 🙂
    Eine fertige Feuerpumpe würde ich mir trotzdem nicht zulegen – mit Mischmetallstab , Feuerschlageisen + Flint/Granit oder Feuerdrillen komme ich persönlich schneller zu Ziel ( Feuer ).
    Aber der Bau hat Spaß gemacht , ich hab wieder was gelernt – und nur darauf kommt es an.

    • nico
      | Antworten

      Hallo Peter!
      Danke für Deine Erfahrungen vor allem mit der Feuerpumpe. Ich bin aktuell etwas vom Bushcraft abgekommen, aber wer weiß, vielleicht sind auch mir deine Erfahrungen bald nützlich!
      Grüße und weiterhin viel Spass beim „Zündeln“! 😉

      nico

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