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Auf den Schönkahler – das erste Mal auf Schneeschuhen!

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Nachdem der Schneeschuhverleih sehr unkompliziert verlaufen ist hatten wir für den Anreisetag nur eine kurze Testtour eingeplant. Wie das bei uns häufiger der Fall ist, ist diese Tour schon leicht ausgeufert und wir haben stolze 4,6 km zurückgelegt. Es war tatsächlich sehr einfach die Schneeschuhe an unsere Wanderschuhe zu schnallen und auch die Benutzung der Steighilfe war selbsterklärend.

Der Morgen unserer ersten großen Schneeschuhtour lies zunächst nichts Gutes erahnen. Es war erhebliche Lawinengefahr gemeldet und es war sehr windig, wodurch wir als Anfänger zunächst abgeschreckt waren. Wir entschlossen uns für die Schneeschuhtour auf den Schönkahler, da diese Tour selbst bei schwierigsten Wetterverhältnissen keine Gefahrenstellen aufweist. Die Tour startete in Zöblen und schraubt sich zunächst kanppe 2 Kilometer auf der Straße entlang bis zum Berggasthof Zugspitzblick den Berg hinauf. Bis dahin waren wir nicht sehr optimistisch, dass wir unsere Schneeschuhtour durchziehen könnten, da uns der Wind und die ständigen Schneeverwehungen die ersten Meter erschwerte. Am Berggasthof Zugspitzblick verbesserten sich die Verhältnisse und wir konnten die Schneeschuhe anlegen. Nun ging es in den tief verschneiten Wald.

Die im Wanderführer beschriebene Tour folgt eine Weile dem Weg, was es uns möglich macht sich mit den Schneeschuhen vertraut zu machen und sich einzulaufen. Anschließend geht es immer wieder querfeldein den Berg hinauf. Der letzte Anstieg zum Pirschling war noch einmal eine knackige Herausforderung, nach der eine Verpflegung dringend nötig war. Nach dieser kurzen Stärkung ging es weiter die letzten Meter zum Pirschling (1636m), von dem aus wir zum ersten Mal den Schönkahler (1688m) sehen konnten. Trotz des schlechten Wetters waren wir keinesfalls die einzigen Besucher. Über den Osthang kommend waren mehrere Tourenskigeher auf dem Weg zum Gipfelkreuz. Wir überquerten in einem scharfen Westwind den breiten Sattel zwischen Pirschling und Schönkahler und machten uns an die letzten Höhenmeter. Oben angekommen hatten wir leider kaum Aussicht. Wir machten uns also schnell auf den Rückweg, der der gleiche war wie der Hinweg. Der Abstieg ging deutlich schneller, auch wenn wir unsere Spuren wegen des reichlichen Neuschnees kaum noch nutzen konnten.

Die Tour zum Schönkahler war ein tolles Erlebnis abseits viel begangener Wege und genau das Richtige für den Einstieg. Leider waren die Wetterverhältnisse in den kommenden Tagen zu schlecht, als das wir noch einmal eine Tour machen konnten. Wir haben schnell gemerkt, wie anstrengend eine Schneeschuhtour ist, daher sollte jeder eine gewisse Grundkondition mitbringen, auch Verpflegung sollte ausreichend in den Rucksäcken sein. Was wir immer wieder vermisst haben war ein heißer Tee zum aufwärmen, wir werden also das nächste Mal auf jeden Fall eine Thermoskanne dabei haben.

Übernachtet haben wir während unseres Aufenthalts im Haus Zitt in Grän, welches wir sehr empfehlen können. Wir hatten dort eine große und gepflegte Ferienwohnung für kleines Geld.

Unsere Schneeschuhe haben wir bei Sport Schädle in Grän geliehen. Die Kosten hierfür lagen bei 7 Euro am Tag. Ein paar Stöcke mit Schneetellern wurden uns gratis dazu geliehen. Toller Service!

Technische Daten:
Länge: 13,0 km
Anstieg: 960 hm
Abstieg: 960 hm
Dauer: ca. 6 h Gehzeit

GPS-Track (gpx-Format)

Literatur:
Herbert Mayr: Allgäuer Alpen. 50 Wander- und Schneeschuhtouren; 14,90 €
Karte:
Wander- und Bikekarte Tannheimer Tal Reutte, 1:25000, Mayr, 6,80 €

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