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Strudelalm

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Obwohl unser Aufenthalt in den Dolomiten im Juni 2011 schon ein bisschen zurück liegt möchten wir unsere Touren im Hochpustertal dennoch vorstellen. Diese Tour führte uns über die Plätzwiese zur Strudelalm. Als fahrtechnisch vergleichsweise einfache Tour verlangt sie dem Biker jedoch in Sachen Kondition einiges ab, belohnt dafür aber mit einem großartigen Pamorama auf der Strudelalm. Neben einer landschaftlich reizvollen Umgebung bietet diese Tour, wie eigentlich alle Touren in den Dolomiten, auch etwas für den geschichtlich interessierten Sportler. So trifft man an vielen Stellen auf Überreste des ersten Weltkrieges.
Die Tour startet in Welsberg am Bike Hotel Dolomiten. Dieses Hotel können wir nur in den höchsten Tönen loben! Die super netten Hotelbesitzer versuchen den Aufenthalt ihrer Gäste wirklich zu einem tollem Erlebnis zu machen. Im Hotel Dolomiten steht der Chef noch selbst am Herd und das er sei Handwerk versteht merkt man am Geschmack. Hungrig steht auch keiner vom Tisch auf, Nachschlag war bei uns nie ein Problem und für die Chefin das Selbstverständlichste der Welt. Für Biker, die mit der Tourplanung bis vor Ort warten wollen bietet das Hotel Dolomiten umfangreiche Tourenvorschläge mit ausführlichen Tourenbeschreibungen.
Nun aber zurueck zur Tourbeschreibung: Durch das Höhlensteintal geht es auf der alten Bahntrasse Toblach-Cortina d’Ampezzo mit leichter Steigung am Toblacher See und am Dürrensee vorbei bis nach Schluderbach. Dort beginnt der moderate Uphill zur Plätzwiese auf Asphalt, teils Schotter. Nach etwa 600 hm erreicht man das ehemalige Werk Plätzwiese, das die Wichtigkeit der Plätzwiese im ersten Weltkrieg beweist. In unmittelbarer Nähe zum Werk befindet sich die Dürrensteinhütte in der es hervorragende Schlutzkrapfen gibt. Die Dürrensteinhütte bietet sich auf dem Rückweg für eine Einkehr auf jeden Fall an. Ab der Hütte wird der Weg deutlich schmaler und vorallem steiler: Es geht hinauf zur Strudelalm. Ein alter ausgesetzter Militärweg führt uns weiter Richtung Südosten bis zu einem verfallenen Unterstand. Ab dort ist der Weg teilweise so stark zugewachsen, dass wir gezwungen sind abzusteigen. Ziel ist eine freie Ebene oberhalb des Dürrensees mit tollem Panorama in das sich der Monte Piana einpasst. Dieser Berg ist auch auf jedem Fall einen Besuch wert, da dort ein Freilichtmuseum über die Kampfhandlungen im 1. Weltkrieg eingerichtet wurde (mindestens einen halben Tag einplanen).
Der anschließende Rückweg folgt der Aufstiegsroute zur Strudelalm bis zur Dürrensteinhütte in entgegengsetzter Richtung. Anschließen biegt man nach rechts Richtung Hotel Hohe Gaisl  am Plätzwiesensattel ab. Dort angekommen folgt man dem Weg Nummer 3 bis zur Stoll Alm. Von dort geht es über den Schotterweg über den Stollaplatz ins Stolla Tal bis nach Brüggele (ab Stollaplatz auf Weg 18). Auf einem Singeltrail (4-18-29-37) rollt man mit leichtem Gefälle aus dem Tal heraus bis nach Welsberg.

Eine mögliche alternative Routenführung ist in entgegengesitzer Richtung denkbar. Der Uphill erfolgt dann über die Straße durch das Stolla Tal mit der das Hotel Hohe Gaisl an der Plätzwiese von Brüggele erreichbar ist. Von der Dürrensteinhütte wählt man als Downhill den Singletrail mit der Nummer 37 der die Schotterstraße auf der Südseite der Plätzwiese regelmäßig schneidet. Dieser Weg sollte jedoch nur von fahrtechnisch geübten Bikern gewählt werden, da er teilweise recht knifflige Stellen beinhaltet.

Technische Daten:
Länge: 62,4 km
Anstieg: 1300 hm
Abstieg: 1300 hm

Karte:
Pragser Dolomiten: Wanderkarte Tabacco 031, 1:25000, 9,90 EUR

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