Hardangervidda – Europas größte Hochebene

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Hardangervidda_LangesjøenEndlich hat der Frühling in Deutschland Einzug gehalten, allerhöchste Zeit also sich über den Sommerurlaub Gedanken zu machen! 😉 Wir möchten in diesem Artikel unser diesjähriges Trekkingziel vorstellen, die Hardangervidda in Norwegen. Vielleicht gelingt es uns ja auch jemanden zum Nachmachen anzuregen. 🙂

Vidda bedeutet „die Weite, das Hochplateau“ und das ist Hardangervidda_Sandfloeggaauch Programm. Die Hardangervidda ist mit 9000 km² die größte Hochebene Europas und gilt als eines der bliebtesten Tourengebiete Norwegens. Die Größe entspricht 3% der gesamten Landfläche von Norwegen. Sie liegt im Mittel 1300m hoch. Das Wahrzeichen der Hardangervidda ist, mit einer Höhe von 1690m, der Berg Hårteigen (norw.: Grauer Wegweiser). Der Hårteigen ist ein Tafelberg aus Granit, der vermutlich wie viele Tafelberge durch einen subglazialen Vulkanausbruch während der Eiszeit entstanden ist.

Hardangervidda_Hårteigen
Hårteigen

Neben dem Hårteigen ist auf der Hardangervidda der Gletscher Hardangerjøkulen sehr markant. Der Gletscher ist ein Überbleibsel von der letzten Eiszeit, deren Eismassen die Fläche der Hardangervidda geformt haben, und ist gleichzeitig der sechsgrößte Gletscher Norwegens.

Hardangervidda_HalnefjordenWie es für das Fjell typisch ist, handelt es sich bei der Hardangervidda um eine weitläufige Hochfläche. Markante Berge sind eher der Einzelfall, stattdessen dominiert ein welliges oder hügeliges Geländeprofil. Der Westteil der Hardangervidda ist im Vergleich zum Ostteil etwas gebirgiger. Da fast das gesamte Hochplateau oberhalb der Baumgrenze liegt ist die Flora der Vidda durch Tundravegetation geprägt. Hier lebt auch die größte Population wilder Rentiere. Bis zu 40.000 Tiere sollen auf der Hardangervidda umherstreifen.

Hardangervidda_BergenbahnDie Hardangervidda ist, trotz der Natur die sie bietet, sehr gut an das norwegische Verkehrsnetz angebunden. Der nördliche Ausläufer ist an die Bergenbahn angeschlossen und lässt sich so komfortabel innerhalb weniger Stunden von Oslo oder Bergen aus erreichen. Im Süden verläuft der Riksvei E134, eine Straße die mit einer deutschen Bundesstraße vergleichbar ist. Das innernorwegische Busnetz ist sehr dicht ausgebaut und bedient auch kleine Ortschaften. So ist auch eine An-/Abreise im Süden mit dem Bus problemlos möglich.

Im Sommer werden wir für 11 Tage auf der Hardangervidda zu Gast sein. Wir planen eine Nord-Süd-Durchquerung im Westteil der Vidda. Wir werden in Finse starten und nach 7-9 Tagen in Haukeliseter ankommen. Auf unserer Route kommen wir unmittelbar am Hårteigen vorbei, den wir auch besteigen wollen. Nach unserem Trip werden wir hier wieder von unseren Erfahrungen berichten.

Literatur und Karten:
Tonia Körner: Norwegen: Hardangervidda, Conrad Stein Verlag, 14,90 €
Turkart Hardangervidda Vest, 1:100.000, Nordeca, 22,95 €
Turkart Hardangervidda Øst, 1:100.000, Nordeca, 22,95 €

Hier geht es zu der Übersicht und Beschreibung der durchgeführten Tour!

Bildquelle: http://no.wikipedia.org

2 Responses

  1. […] 4h Fahrzeit kommen wir auf die Minute genau in Finse, unserem Startpunkt für die Überquerung der Hardangervidda, an. Anders als von uns vermutet ist leider campen an der Hütte in Finse nicht erlaubt. Einige […]

  2. […] bestimmten Sache ein ziemlicher Ankündigungsweltmeister bin, nämlich bei einer Wintertour auf der Hardangervidda in Norwegen. Die Ideen dazu reichten von einer klassischen Überquerung im nordischen Stil bis hin […]

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