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Bessere Bilder auf Tour? Fotografieren auf Reisen!

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Regelmäßige Besucher meines Blogs werden festgestellt haben, dass ich in den letzten Reiseberichten etwas meinen Berichtsstil geändert habe. Ich beschreibe weniger den Wegverlauf im Detail, stattdessen poste ich mehr Landschaftsbilder in größerem Format. Das hat einen ganz einfachen Grund: Neben denen mir nach wie vor sehr wichtigen Tourzusammenfassungen sind Bilder meiner Meinung nach viel besser geeignet um Eindrücke einer Tour zu vermitteln – möchte ich doch mit den Tagesberichten zur Nachahmung der Tour anregen 😉 . Wichtige Hinweise gebe ich jedoch nach wie vor in den Tagesberichten.

Nicht nur Schnappschüsse,… Fotografien!

Wie bei so vielem möchte ich mich natürlich auch bei der Fotografie auf Tour weiterentwickeln und so war es im Grunde nur eine Frage der Zeit bis ich meine angestaubte Bridgekamera von Panasonic gegen etwas Schwereres tauschte. Anfang des Jahres ist eine Canon EOS 7D, mit einem auch für Landschaftsfotografie geeigneten Teleobjektiv mittlerer Brennweite, in meinen Besitz gelangt.

Da niemand auf die Idee käme dem Koch eines gelungenen Gerichts zu unterstellen, dass er gute Töpfe haben muss, war es für mich klar, dass es mit dem Kauf einer teuren Kamera nicht getan ist und ich mich auch näher mit der Theorie der Fotografie beschäftigen muss um meine neue Kamera auch nur ansatzweise nutzen zu können.

Niemand würde auf die Idee kommen zu einem Koch zu sagen: „Ihr Essen schmeckt sehr gut,… Sie müssen teure Töpfe haben!“

Leider hatte ich wohl zu meiner Schulzeit ein 13-jähriges Blackout in Bildender Kunst. Auf jeden Fall kann ich mich an absolut nichts mehr erinnern was nur im Entferntesten mit Bildgestaltung zu tun hat. Also fange ich mehr oder weniger bei null an. Bisher habe ich lediglich durch den Sucher geguckt und dann entschieden: „Das gefällt mir, davon mach ich ein Bild“. Allerdings sind so lediglich Schnappschüsse und weniger Fotografien entstanden. Im Grunde ist das ja auch nichts Schlechtes, da ich die Erinnerungen an meine Touren vornehmlich für mich selbst auf Fotos erhalten möchte und daher auch Bilder machen möchte die mir gefallen. 😉 Allerdings denke ich, dass die Bilder mit ein bisschen Know-How deutlich aufgewertet werden können.

Seit dem frage ich mich vor dem Drücken des Auslösers: Was soll dieses Bild aussagen? Wenn ich darauf eine Antwort finde drücke ich ab…

Lange Rede kurzer Sinn… worum geht es in diesem Artikel eigentlich? Um die Vorstellung eines Buchs in dem das Grundlagen des fotografischen Handwerkzeugs in Bildern im Kontext des Reisens näher gebracht werden.

Fotoschule in Bildern – Fotografieren auf Reisen

Autor des Buches „Fotoschule in Bildern – Fotografieren auf Reisen“ ist Stefano Paterna, einen spätgezündeter Reisefotograf der zuerst noch im Bankstergewerbe sein Dasein fristete, bis er endlich zu beruflicher Erfüllung als Reisefotograf gelangte. Wieder eine Lebenslauf, der es vermag mich zu beeindrucken. 🙂

Fotoschule_in_Bildern_1Auf 276 Seiten behandelt Paterna alle Genre mit denen man auf Reisen für gewöhnlich konfrontiert ist: Von Menschen über Landschaften bis hin zu Architektur und Portraits. Entsprechend ist das Buch gegliedert und so muss man es nicht bei Seite 1 beginnend lesen sondern kann immer wieder in die Kapitel springen die einen persönlich interessieren. Jedes Thema wird anhand von Beispielbildern behandelt. Paterna erklärt wie und warum die Wirkung des Bildes entsteht. Einige Reiseanekdoten wie die Bilder entstanden sind runden die Beschreibungen ab. Natürlich fehlen auch nicht Aufnahmedaten der einzelnen Bilder, die für mich persönlich immer sehr interessant sind um die Technik der Fotografie besser zu verstehen. Ist es doch meiner Meinung nach das Eine, ein der Fotografie würdiges Motiv zu erkennen, jedoch muss man auch in der Lage sein es mit der eigenen Kamera aufnehmen zu können.

Für bessere Bilder: Wie entstehen Bilder „über“, nicht „von“ etwas?

Weiterhin sind sehr kurze Exkurse in die Auswahl von geeignetem Equipment als auch technischer Grundlagen wir Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert enthalten. Allerdings liegt der Schwerpunkt des Buches ohne Frage auf der Motivfindung und Bildgestaltung was mir bisher bei meinen Bildrecherchen auf einschlägigen Bildportalen im Internet immer etwas kurz kam.

Fazit

Mit 34,90 EUR ist das Buch ohne Frage nicht günstig. Für einen Anfänger wie mich, der sich näher mit den Grundlagen der Bildgestaltung beim Fotografieren beschäftigen möchte, und das Ganze auch noch im Kontext der Reisefotografie mit reichlich Beispielbildern aufbereitet wünscht, sei das Buch herzlich empfohlen. Ich denke auch als Geschenk für einen einsteigenden Hobbyfotografen ist das Buch bestens geeignet.

Erhältlich ist das Buch auf Amazon.

3 Responses

  1. Jannik
    | Antworten

    Eine schöne Idee vom Autor, die Theorie anhand von Beispielbildern zu erklären. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass er auf die Bildgestaltung bzw. die Wirkung insgesamt vertiefend eingeht. Die Themen sind in Büchern für Anfänger leider oft Mangelware.
    Dabei gilt es gerade am Anfang das Auge zu schulen. Am besten klappt das, wenn man die Theorie mit einer ordentlichen Brise Praxis würzt 😉

    Danke für die Vorstellung und viele Grüße

    Jannik von Trekkingfieber.de

  2. Stefano
    | Antworten

    Hallo Nico,
    vielen Dank, dass Du mein Buch auf Deinem Blog vorgestellt hast!!! Ganz besonders freut mich natürlich, dass Dir das Buch auch gefallen hat 🙂
    VG
    Stefano

    • nico
      | Antworten

      Hallo Stefano,
      gerne geschehen! Das Buch ist in meinen Augen ja auch echt gelungen. 😀
      Grüße nach Köln!

      nico

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